servus Newsletter August 2017

Hades

Aktuelles

servus.at hat zum ersten mal eine Praktikantin!

Anna Kraher (geb.1996) studiert im 4. Semester Informatik und Gender Studies (Bachelor) an der Humboldt-Universität zu Berlin.
Ihr Interesse für Informatik wurde durch die Tatsache geweckt, dass die zunehmende Digitalisierung unseren Alltag immer mehr prägt und sie der Unterrepräsentation feministischer Themen in diesem Bereich entgegenwirken will. In ihrem Motivationsschreiben betont sie, dass Hegemonie, Macht und Kapital über Algorithmen verhandelt werden und diese auch Machtstrukturen reproduzieren. Sie denkt, dass es mehr kritische und vor allem auch feministische Stimmen in der digitalen Sphäre braucht.
Eine bessere Praktikantin können wir uns gar nicht vorstellen!

Jobs bei servus.at

Durch eine personelle Veränderung suchen wir engagierte Persönlichkeiten für folgende Tätigkeiten.

  • servus.at – Fundraising & Community Management (15h-20h)
  • servus.at – Projektentwicklung – geringfügiges Ausmaß oder
  • servus.at – Organisation, Projektentwicklung & Community Managment (30h-38,5h)

https://core.servus.at/de/de/about/blog/news-jobs-bei-servusat
Bei Interesse und offenen Fragen bitte wende dich an Uschi Reiter (pinguin@servus.at)

Internationale Skandale

Sexistische Manifeste bei Google?

Viel „Courage“ zeigte ein Mitarbeiter bei Google, der ein internes Manifest zu den Themen Diversity, Sexismus und Rassismus in Umlauf brachte. Grundsätzlich, behauptet der Autor, bekam er von einigen Kollegen hinter verhaltener Hand viel Zuspruch für seine Analyse. Die wenigsten der Sympathisanten haben aber den Mut sich dazu laut zu äußern. Die Angst vor einer Kündigung ist zu groß. In dem Manifest, das gegen die offiziellen Verhaltens-Richtlinien von Google verstößt und so nach außen geleakt wurde, werden unter anderem stereotype Geschlechterrollen damit argumentiert, dass dies eine biologische bzw „natürliche“ Ursache und nichts mit einer Konstruktion von Geschlecht zu tun hat. Durch das Auftauchen des Falles in den Medien musste Google reagieren und kündigte diesen Mitarbeiter. Die Genderdebatte im Zusammenhang mit Technologie erreicht eine ungewöhnliche Aufmerksamkeit und ist im Mainstream angekommen. Sehr spannend, das auf unterschiedlichsten Kanälen zu verfolgen!
https://www.documentcloud.org/documents/3914586-Googles-Ideological-Echo-Chamber.html
https://www.theguardian.com/world/2017/aug/06/google-staffers-manifesto-against-affirmative-action-sparks-furious-backlash

Lokale Hoppalas

Schau auf Linz?

Ja, das haben wir gemacht und festgestellt, wenn man auf dieser Plattform aktiv werden will, muss man sich mit Name, Adresse, Passwort, Email, Telefon unverschlüsselt authentifizieren? Eine Grundregel heute ist: Fülle keine Daten in Formulare ein, die kein „https://“ also keine Verschlüsselung aufweisen!

HTTPS wird zur Herstellung von Vertraulichkeit und Integrität in der Kommunikation zwischen Webserver und Webbrowser (Client) im World Wide Web verwendet. Dies wird u.a. durch Verschlüsselung und Authentifizierung erreicht.

-Wikipedia

Wir haben die Stadt Linz freundlich darauf hingewiesen, dass dies eigentlich ein NOGO ist. Bisher hat die IKT Linz GmbH, die sich dafür verantwortlich zeichnet, das „Problem“ noch nicht lösen können, was nicht ganz nachvollziehbar ist. Denn bei anderen Seiten ist es gelungen, die entsprechenden Vorkehrungen zu treffen. (http://www.linz.at/services/kontakt.asp)
http://www.schau.auf.linz.at/benutzer/benutzer_registrieren/index.html

TOOLBOX 

Let’s Encrypt

Bei servus.at realisieren wir seit einem Jahr „https“ über das Zertifikat „Let's Encrypt":https://letsencrypt.org/
Let’s Encrypt ist eine freie, automatisierte und offene Zertifizierungsstelle (CA), die der Öffentlichkeit zu Gute kommt. Es ist ein Service der Internet Security Research Group (ISRG).
Die Bestellung eines Zertifikats für eine eigene Domain erfolgt über ein kurzes Email an: office@servus.at

Hosted by servus.at & Stadtwerkstatt

FACES

FACES - ein Netzwerk von internationalen Frauen im Kontext von Gender, Kunst und Technologie feiert sein 20-jähriges Bestehen im Rahmen von STWST48x3 MIND LESS und bei der Ars Electronica.
Das Netzwerk ist seit 2001 bei servus.at gehostet und wird von Kathy Rae Huffman, Valie Djordjevic, Diana McCarty und Uschi Reiter betreut. Die Faces Mailing-Liste startete 1997 als pragmatische Antwort auf die Bedürfnisse einer kleinen, aber wachsenden Zahl von Frauen, die sich mit neuen Medien beschäftigten.

Panel: „From C to X: networked feminisms, explores the theories and practices of cyberfeminism, xenofeminism and feminist critiques of technology“

Der Wunsch, herauszufinden was Frauen mit neuen Medien tun, definiert eine Lücke in bestehenden technologischen Strukturen und Entwicklungen. Das beleuchtet, wie die Konstruktion von Geschlecht als Visionen für die Zukunft ins Spiel kommt und auch wie „non-human actors“ (Bots und Algorithmen) systematisiert werden. Wie werden techno-utopische Träume in gelebte Realitäten übersetzt und für wen? Dieser Fragestellungen geht Diana McCarty im Panel mit Virginia Barrett (VNS Matrix), Annie Goh und Alla Mitrofanova nach.

Samstag 9.09.2017 nachmittags im Ursulinenhof (genaueres folgt).

#GetaHead # GetaCake

Gemeinsam, mit hoffentlich vielen lokalen und internationalen Frauen, werden wir diese Diskussion in der Stadtwerkstatt weiterführen und das Jubiläum von FACES gebührend feiern! Wir basteln hier noch an ein paar Kleinigkeiten!

STWST48x3 MIND LESS

Unter dem Motto MIND LESS bietet STWST48x3, die dritte Ausgabe von STWST48, eine 48-Stunden-Showcase-Kunst-Extravanganza der expandierenden Art. Sinnfreie Information, offene States of Mind, ein Infolab nach den neuen Medien, Quasi-Koordinaten der erweiterten Kontexte, Funky Fungis, Digital Physics und Meltdown Totale: STWST48x3 MIND LESS bringt neue Kunstkontexte, die in den letzten Jahren in und rund um die Linzer Stadtwerkstatt entwickelt wurden.
Watch out: Die MIND LESS Stadtwerkstatt steht auch 2017 unter der Direktive von New Art Contexts und autonomen Strukturen.

Wann: FR, 8. Sept, 14h - So, 10. Sept, 14h
STWST48x3 MIND LESS
https://newcontext.stwst.at/stwst48x3

Schwerpunkt: Social Bots & künstliche Intelligenz

Aus einem über längere Zeit laufenden Diskurs über die Philosophien des Seins hat sich im Frühjahr HADES längst zu einer Arbeit über künstliche Intelligenz entwickelt, die nun zufällig im Juni soweit war, von servus.at bei der Ars Electronica vorgestellt werden zu können. HADES ist Installation und Projektionsfläche für offene Fragen und Erkenntnisse im Bereich KI. Jedoch undankbar für kunstaffine SammlerInnen!

HADES - Dunkle Parabel über das Leuchten

Strenge und Erfahrung sagt die Wissenschaft und triumphiert. Wir schreiben heute MATERIE und ENERGIE in Großbuchstaben; auch die EVOLUTION hat längst das Schicksal suspendiert. HADES bringt das Leuchten der Seelen aus der Unterwelt und überträgt ihr Scheinen als chemische Lumineszenz: Das Licht als Referenz auf die Seele und das Bewusstsein glimmt in einem Gelatinewürfel und dient gleichzeitig als Informationsquelle der Negentropie. Während des Leuchtens werden von Menschen getroffene Annahmen über die Welt in einem künstlichen neuronalen Netzwerk (ANN) synthetisiert und zu einem Maschinendiskurs modifiziert. Langsam überwuchert Schimmelpilz (Leben) die fluoreszierende Gelatine, bis das Licht verlöscht und die metaphysische Diskussion zu Ende geht.
http://www.firstfloor.org/hades/

Ein Projekt von Pamela Neuwirth & Markus Decker
Produktion & Support: Uschi Reiter - servus.at
Entwicklung unterstützt durch: Bundeskanzleramt Kunst und Kultur, Stadt Linz
Ausstellung ermöglicht durch: Ars Electronica

Einen schönen Sommer wünscht euch euer
servus.at Team


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