Presseinformation, 4.10.2016 - Netzpolitischer Hotspot in Linz.

Presseinformation, 4.10.2016
Netzpolitischer Hotspot in Linz.

Seit einem Jahr findet im Wiener Metalab der „netzpolitische Abend“ statt. Drei Vortragende präsentieren aktuelle Entwicklungen und Forschungen und diskutieren mit dem Publikum. Am 6. Oktober treffen sich netzpolitische Akteure und Experten in Linz. Eine Kooperation der Stadtwerkstatt (Infolab), servus.at und Radio FRO.

Netzneutralität & Netzsperren, Geheimdienste & Datenschutz, Zivilgesellschaft & EU-Netzpolitik: Die Themen der netzpolitischen Abende sind so vielfältig wie hochaktuell. Nach dem Vorbild der deutschen Digitale Gesellschaft e. V. treffen sich in Wien jeden ersten Donnerstag im Monat netzpolitisch Interessierte um sich drei bis vier kurze Vorträge anzuhören, zu diskutieren und einen gemeinsamen Abend zu verbringen. Neben aktuellen inhaltlichen Themen ist auch Platz für netzpolitische Initiativen, Kampagnen oder Vereine sich und ihre Arbeit vorzustellen.

„Für servus.at sind Austausch und Themen in diesem Netzwerk von Aktivisten und Experten wichtig. Die aus diesen Themen oft resultierenden Fragestellungen fließen in die Entwicklung und Vermittlung von Projekten ein oder sind beim Betrieb des eigenen Rechenzentrums in der Stadtwerkstatt mehr als relevant.“ (Uschi Reiter, servus.at)

„Das Stadtwerkstatt Projektteam beschäftigt sich seit der Gründung mit der Partipation von Bürgern in Kommunikationsnetzen. Vor 30 Jahren waren es die kritischen Fernsehprojekte in den Pushmedien. Vor 20 Jahren war es die Unterstützung der freien Pullmedien über österreichweiten Internet-Backbone (VBS - Vienna Backbone Service) oder das WIFI Netz „Funkfeuer“. Aktuell forscht das Infolab der Stadtwerkstatt zum Wesen der Information und beschäftigt sich kritisch mit der Informationstechnologie.“ (Franz Xaver, Stadtwerkstatt)

„Die Verbreitung von Inhalten über das Internet wird immer wichtiger. Als Freies Radio haben wir schon vor 15 Jahren begonnen unsere Inhalte auch Online zur Verfügung zu stellen. Die Freiheit im Internet ist aber immer wieder Angriffen ausgesetzt. Dagegen müssen wir uns wehren. Wir freuen uns, dass diese Diskussionen, zu denen Linzerinnen und Linzer immer viel beigetragen haben, nun auch wieder verstärkt hier geführt werden.“ (Andi Wahl, Radio FRO)

Linz darf sich auf drei spannende Vorträge von Peter Kraker, Julia Reda und Michael Sonntag freuen:

Peter Kraker ist Leiter der Open Science Gruppe der Open Knowledge Foundation Österreich. Er wird über das Projekt Open Knowledge Maps berichten, das einen Zugang zu wissenschaftlichen Arbeiten nicht nur als Open Access ermöglichen will, sondern zudem einen Einstiegspunkt in spezifische Themenfelder darstellt.
Mehr Infos: http://openknowledgemaps.org/

Julia Reda ist Mitglied des EU Parlaments und wird per Livestream aus Straßburg zugeschaltet. Sie spricht über den aktuellen Vorschlag von EU-Kommissar Günther Oettinger in der Urheber*innenrechtsreformdebatte. Der Entwurf wird sowohl von Konsument*innenschützer*innen als auch von Netzpoliker*innen heftig kritisiert. Julia Reda erklärt warum.
Mehr Infos: http://juliareda.eu

Michael Sonntag ist Professor am Institut für Netzwerke und Sicherheit an der Linzer JKU, der ersten Uni Österreichs, die einen Tor Exid Node betreibt. So ein Netzwerk zur Anonymisierung von Verbindungsdaten wird nicht nur im Zusammenhang mit Privatsphäre oft diskutiert, sondern wird auch gerne als Verhüllungstechnik für kriminelle oder terroristische Akte kritisiert. Das Institut betreibt einen solchen Tor-Knoten als Forschungsprojekt . Michael Sonntag gibt einen Einblick in diese Forschung.
Die Teilnahme ist kostenlos und ohne Anmeldung möglich.

WANN UND WO?
6. Oktober 2016, 19.30 Uhr
Stadtwerkstatt, Kirchengasse 4, 4040 Linz
Radio FRO bringt einen ausführlichen Zusammenschnitt des netzpolitischen Abends und stellt im Onlinearchiv der Freien Radios alle Vorträge auch in ihrer Gesamtheit zur Verfügung.

Mehr Informationen:
https://netzpolitischerabend.wordpress.com/
Facebook: https://www.facebook.com/netzpolitischerAbendAT
Twitter: https://twitter.com/netzpat